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  • 1. Sep. 2010

    … als Missverständnisse vorgestellt werden, dann handelt sich meistens um mediale Ereignisse in der Öffentlichkeit oder um routinierte Verhaltensweisen im Alltag, wo es jedem ziemlich gleich ist, ob es missverstanden oder richtig verstanden wurde.

    Besonders im ersten Fall ist die Verlockung groß, über ein aktuelles Missverständnis weiterzuschreiben, was sehr öffentlich ist.  Es wird allerdings nicht als ein Missverständnis interpretiert. Es ist ein großes mediales Ereignis. Es kann vielleicht nur eine kleine Frage aufkommen, ob die umstrittene Buchquelle überhaupt schon gelesen wurde, denn die Texte zu interpretieren, zu verstehen, ohne dass man sie gelesen hatte, naja, wird schwer …

    Aber zurück auf die Missverständnisse in der Öffentlichkeit und warum man sich gar nicht wirklich mit den Missverständnissen beschäftigt. Der Begriff Missverständnis ist sehr schon beschrieben und abgegrenzt.  Das Wichtigste in der Definition:

    “Kennzeichnend für Missverständnisse ist, dass sie erst dann bemerkt werden, wenn sie schon passiert sind.”

    Es betrifft eine Abfolge in der Kommunikation, in der sich Senden, Empfangen und Interpretieren abspielen. Es betrifft aber auch den Kontext, in dem es daruf ankommt ein Verständnis aufzubauen. Ein ausgezeichnetes Beispiel bietet die Marketing- und Werbebranchen, die alles Mögliche unternehmen, um die Kunden zu verstehen und anschließend die Werbebotschaften ob visuell an den Roll Up Bannern oder als Werbetexte oder online Botschaften verständlich zu vermitteln. Verstehen oder Missverstehen ist hier sehr schnell  zu überprüfen. Es sind die Kaufentscheidungen der Empfänger, die ein schnelles und eindeutige Feedback geben.

    Es gibt allerding Kontexte, in denen das Verstehen nicht vordergründig ist, auch wenn es sich nicht leicht anhört. Es ist die mediale Öffentlichkeit. Hier geht es darum, erst mal aufzutauchen. Bemerkt zu werden. Und anschließend die gewonnene Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten.

    2. Jun. 2010

    Anleitungen, Anweisungen – geschrieben sicherlich dazu, um leicht verstanden zu werden. Um den Alltag zu vereinfachen und selbst sich bedienen zu können. Nur schon das Wort die Gebrauchsanweisungen ist uns so angenehm (sicherlich deswegen wird immer häufiger durch Manuals ersetzt)

    Wodurch kommt das eigentlich? Ist es so schwer zu beschreiben oder so schwer zu verstehen? Die Tatsache ist, dass in diesen Fällen die Sprache etwas versagt und nicht so klar kommunizieren kann wie die Bilder. Wenn ich mir zum Beispiel vor dem Aufbau vor einem Zip Prospektständer die Abbildung der Montage ansehe, dann ist es einfach und schnell erledigt. Nur wenn ich darüber lese und obwohl ich schon mehrmals irgendwelche Prospektständer gesehen habe. Na, dann es fällt so schwer bei jedem Begriff sich den vorzustellen und dann eine ganze Reihe von den Begriffen im Kopf umstellen, zusammentun oder trennen.

    Ja, dann die Sprache erreicht richtig ihre Grenzen.

    4. Mär. 2010

    Also die Frage trifft (leider) auf ganz viele Kommunikationssituationen. Was mich jetzt hier beschäftigt, ist nicht eine subjektiv empfundene als unter Druck Situation, sondern wo alle Teilnehmer Hektik und Druck ausgesetzt sind und kommunizieren müssen. Ein Paradebeispiel – Messe. An der Messe nimmt man teil oder sie besucht, weil man kommunizieren will – sich selbst, eigenes Angebot oder sich bei den anderen informiert.

    Da kommt es schnell zu einem Overkill, obwohl man sich bemüht, unter den gegebenen Umständen, die der Raum- und Zeitdruck sind, etwas Freiraum zu verschaffen oder zumindest ruhigere Raumzonen einplant und wenn man Messestand mieten oder kaufen will, dann unbedingt soll er die Möglichkeit sichern, ungestörte Gespräche zu führen.

    Gerade das Ungestörtsein, wenn man wichtige Verhandlungen führt, ist extrem wichtig, denn eine Überzahl an akustischen Ablenkungen leicht zur Unaufmerksamkeiten und Missverständnissen führt, was die Investition in die Messeteilnahme gefährdet.

    27. Nov. 2009

    Die beste Antwort drauf ist: Was hast Du gemeint? Das könnten wir locker nach jedem Satz, nach jeder Äußerung nachfragen, wenn wir uns ganz sicher möchten, was und wie es gerade gemeint war.

    Tun wir aber auch nicht, da es eine normale Kommunikation unmöglich macht. So verlassen wir darauf, dass wir uns schon verstanden haben,  auch wenn es genau genommen nicht zu 100% möglich ist. Erwarten wir auch nicht. Zumindest solange, bis es auf eine klare Botschaft nicht ankommt. Wo die Wirkung, das Was-Hast-Du-Verstanden genau sitzen muss.

    Das ist auch der wahre Stressfaktor vieler Situationen, in denen wir ganz klar und eindeutig verstanden werden wollen, wie etwa bei einer Prüfung, in der Werbung, bei den Präsentationen, im Vorstellungsgespräch.

    Logischerweise gibt es auch Branchen, in denen der Kommunikationsaspekt sehr wichtig ist, vor allem im Marketing und noch mehr im Verkauf.  Viele Dienstleister, wie etwa Messebau-Services arbeiten ununterbrochen an neuen Lösungen für die Kommunikation von Werbebotschaften, die auffallen und anziehen sollten.

    Aber auch der unkommerzielle Alltag beschert uns viele Anspannungsmomente, an denen Bücher geschrieben und Filme gedreht werden. Es ist vielleicht ganz gut und macht das Ganze sehr spannend. Wichtig ist, dass man die “Was hast Du verstanden?”-Frage im Hinterkopf behält, was wir öfters nicht tun.